Filmfonds – Schadensersatzanspruch wenn Bank nicht über die konkrete Höhe Ihrer Vermittlungsprovision aufklärt

Das Oberlandesgericht München hat mit Urteil vom 02.08.2010 entschieden, dass eine Bank Ihre Kunden über die konkrete Höhe der Provisionen zu informieren hat, die sie für die Vermittlung eines Medienfonds erhält. Dem genüge die Bank nicht durch Aushändigung des Verkaufsprospektes des Fonds, wenn der Kunde diesem nicht entnehmen kann, in welcher konkreten Höhe Provisionszahlungen an die Bank zurückfließen. Banken erhalten oftmals hohe Provisionen für die Vermittlung geschlossener Fonds. So haben die Banken laut Ausgabe 5/2010 des Magazins Finanztest für die Vermittlung von Schiffsbeteiligungen Provisionen zwischen 10 und 17 Prozent der Anlagesumme kassiert. Die Banken sind verpflichtet über diese Provisionen aufzuklären, damit der Anleger erkennen kann, welches Eigeninteresse die Bank an der Vermittlung des Fonds hat. Kommen Banken dieser Pflicht nicht nach, dann hat der Anleger einen Schadensersatzanspruch auf Rückabwicklung des Fonds. Im Ergebnis kann der Anleger gegen Übertragung der Beteiligung die Rückzahlung seiner Einlage (incl. Agio) sowie die entgangenen Zinsen von der Bank verlangen ...Zum vollständigen Artikel


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