Vergaberecht im Auswärtigen Amt: Verträge mit dpa auf dem Prüfstand

Das Auswärtige Amt (AA) stellt zwei Verträge mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf den Prüfstand. Wie das Ministerium Medienberichten zufolge bestätigte, werden die Bezüge mit Texten und Fotos neu ausgeschrieben, mit denen die Botschaften in aller Welt über das Geschehen in Deutschland informieren. Dem Agentur-Marktführer droht damit ein Verlust von mehr als drei Millionen Euro im Jahr. Diese haben nach Aussage von Wettbewerbern bislang die dpa-Dienste in Englisch, Spanisch und Arabisch gestützt.

Größte Korrespondentennetz

Die dpa zeichnet sich im Wettbewerb mit anderen Nachrichten-Dienstleistern unter anderem darin aus, dass sie von allen hiesigen Agenturen das größte Korrespondentennetz vorhält, das “durch die deutsche Brille” blickt. Dazu tragen nicht nur mehrere Dutzend entsandte Reporter bei, die explizit für den sogenannten Basisdienst arbeiten, der Verlage und Sender in der Heimat beliefert. Vielmehr hilft sich die dpa mit drei zusätzlichen Welt-Angeboten: Für Medien in Spanien und Lateinamerika betreibt die dpa von Madrid aus einen spanischen Dienst, ein arabischer Dienst operiert von Kairo aus. Daneben gibt es einen englischen Dienst, der von Berlin aus gesteuert wird. Die dpa kann für ihr deutsches Kernprodukt jederzeit auf dieses Personal und ihr Meldungsangebot zurückgreifen.

Großkunde AA

Noch ist das AA ein großer Kunde dieser drei Welt-Dienste ...

Zum vollständigen Artikel

  • meedia.de - 2 Leser -

  • dapd droht Bundespresseamt mit Klage

    meedia.de - 5 Leser - Nach AFP und dpa hat jetzt auch die Bundesregierung Post von Anwälten des dapd bekommen: Wie MEEDIA erfahren hat, droht die Agentur um Martin Vorderwülbecke dem Bundespresseamt mit Klage. Ziel ist, dass die staatliche Einrichtung dem dapd für den Bezug der News-Abos genauso viel zahlt wie der dpa - und damit künftig ein Vielfaches. Der dapd hat ...

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK