Bezeichnung eines Kunden als “Arschloch” rechtfertigt Kündigung nicht immer

Das LAG Schleswig-Holstein hat nun entschieden, dass Arbeitnehmer sich auch mal gegenüber Kunden im Ton vergreifen können, ohne hierfür gleich gekündigt zu werden (LAG Schleswig-Holstein, Urteil v. 08.04, 4 Sa 474/09). Dies aber natürlich nur unter bestimmten Voraussetzungen und – wie immer – bei einer positiven Einzelfallabwägung.

In dem konkreten Fall ist der Kläger seit sechs Jahren als Kraftfahrer bei der Beklagten beschäftigt. Bisher war das Arbeitsverhältnis unbeanstandet. Als der Kläger mit seinem Lkw bei der Einfahrt auf das Gelände von einem Kunden vorsichtig rangierte, um die enge und bereits beschädigte Einfahrt nicht weiter zu beschädigen, wurde er von einem ihm Unbekannten angesprochen, er solle endlich weiterfahren und die Einfahrt nicht noch weiter beschädigen. Darauf bezeichnete der Kläger diese Mann als “Arschloch” ...

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