SIM-Kartenrückgabe: Mobilfunkfirmen zocken Strafgebühr ab!

Umfrage bei 25 Handy-Firmen: Skurriles Wirrwarr um Rückgabe von SIM-Karten Eine Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei 25 Providern und Netzbetreibern zeigt: Wer nach dem Ende seines Handyvertrags die SIM-Karte nicht retour schickt, muss bei sieben Anbietern zahlen: bis zu 29,65 Euro. Die Begründungen für die Klauseln im Kleingedruckten erscheinen skurril. Ohne SIM-Karte geht beim Handy fast nichts. Die metallenen Benutzerausweise im Mini-Format sind unverzichtbar beim mobilen Telefonieren und Surfen. Doch unverhoffter Ärger droht, wenn bei SIM-Karten der Vertrag endet. Das zeigt eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW bei 25 Netzbetreibern und Providern. Das überraschende Ergebnis: Während es zehn Unternehmen ihren Kunden überlassen, was sie mit den ausrangierten Mikrochips anstellen, fordern acht in ihren Geschäftsbedingungen, mehr oder weniger nachdrücklich, die Rückgabe. Weitere sieben Unternehmen bekräftigen diese Aufforderung noch mit einem deftigen Kartenpfand. Das bedeutet: Wer seine SIM-Karte nicht zurückgibt, zahlt bei Talkline 9,97 Euro, der berappt bei sechs Partner- und Tochterunternehmen der Drillisch AG sogar 29,65 Euro. Raffiniert dabei: Die Beträge werden meist mit einer der beiden letzten Rechnungen eingezogen. Nur wer den Pfand-Posten entdeckt und die SIM-Karte retour schickt, bekommt das Geld erstattet. Mal bleibt den Kunden dafür eine Frist von 14 Tagen (Talkline), mal verfällt das Pfand nach drei Wochen (Drillisch-Gruppe). Peter Eggers von der Drillisch AG begründet die Praxis mit dem Datenschutz: "Da sich auf der SIM-Karte kundenunabhängige Daten Dritter befinden, ist ein Rückforderung sinnvoll." Es sei auch im Interesse der Kunden, die Karte "fachgerecht unbrauchbar" zu machen ...Zum vollständigen Artikel

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