Bundesverfassungsgericht stärkt Väterrechte

Das Bundesverfassungsgericht stärkt Väterrechte

Mit seiner Entscheidung vom 2. August 2010 hat das Bundesverfassungsgericht die Väterrechte einen großen Schritt voran gebracht. Indem es die Vorschrift des § 1626a BGB für verfassungswidrig erklärte, wird nun eine erhebliche Benachteiligungen von unverheirateten Vätern beseitigt.

In vielerlei Hinsicht sind Männer gegenüber Frauen hinsichtlich der Entscheidungsgewalt über das Wohl ihrer Kinder noch immer tatsächlich und rechtlich benachteiligt.

Viele Frauen mit Kindern sind berufstätig. Insofern greift das “Mütter stehen zuhause am Herd und haben mehr Zeit für ihre Kinder” Argument nicht. Das Gesetz erwartet es sogar von alleinerziehenden Eltern – ob Mutter oder Vater – dass sie i.d.R. ab einem gewissen Alter der Kinder für einen eigenen Lebensunterhalt Sorge tragen.

Aktuelle Studien bestätigen, wie wichtig gerade für Väter ein regelmäßiger, häufiger und intensiver Umgang mit ihren Kindern ist. Hier gilt es, künftig die Vorgehensweise den veränderten Bedingungen anzupassen. Dies ist jedoch hauptsächlich ein praktisches Problem.

Nach der noch unveränderten Fassung von § 1626a I Nr.1 BGB können Väter nur dann das (gemeinsame) Sorgerecht für ihr Kind bekommen, wenn die Mutter dem zustimmte (und der Vater ebenfalls eine entsprechende Erklärung abgab). Seit einigen Jahren leben immer mehr Paare unverheiratet zusammen und haben auch gemeinsame Kinder. Für den Mann ist es eine immense Unsicherheit, dass die Frau quasi alleine über das Sorgerecht entscheiden darf. Diese Gefahr ist auch nicht rein hypothetisch. Nur knapp über die Hälfte aller unverheirateten Eltern in Deutschland teilt sich das Sorgerecht für ihre Kinder. Und zumeist ist eine Weigerung der Mutter, eine entsprechende Erklärung abzugeben nicht auf Gründe, die im Kindeswohl liegen, zurückzuführen, sondern auf egoistische Motive ...

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