Der “worst case” des Entscheiders

Wenn es eines gibt was man tunlichst vermeiden möchte, dann ist das die Beschäftigung mit schweren Krankheiten und dem eigenen Tod – das gilt wohl in gleichem Maße für “den kleinen Mann” wie für den Vorstandsvorsitzenden.

Erstaunlicherweise zeigt unsere Erfahrung, dass die Gedanken an den eigenen ”worst case” gerade bei denen, die im Beruf ein hohes Maß an Verantwortung tragen, meist kaum eine Rolle spielen. Das Thema wird nach Möglichkeit aufgeschoben und vermieden. Dabei sollten sich gerade “die Entscheider” – etwa Führungskräfte in großen und mittelständischen Unternehmen – dem Thema Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten wohl oder übel stellen, besonders aus aktuellem Anlass:

Der Gesetzgeber hat die Patientenverfügung im letzten Jahr erstmals geregelt. Die Neuregelung bietet für viele Anlass zur Freude:

Die Ärzte dürfen sich freuen, denn durch die gesetzliche Regelung ist nun klargestellt, dass die Patientenverfügung den Patientenwillen direkt wiedergibt. Wer sich daran hält, muss also keine Angst haben, sich strafbar zu machen.Die potentiellen Patienten dürfen sich freuen, denn nun ist klar, dass der in der Patientenverfügung geäußerte Wille verbindlich ist. Sofern er eindeutig ist, ist die Patientenverfügung nicht nur Mittel zur Auslegung, sondern wird als der direkte Patientenwille angesehen. Ergo ist die Autonomie gestärkt ...Zum vollständigen Artikel


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