Schadenshöhe bei illegalem Filesharing mit Musik

Das LG Hamburg hat in einem urheberrechtlichen Rechtsstreit den Beklagten, der im Jahre 2006 als knapp 16-jähriger zwei Musikaufnahmen in eine Internettauschbörse eingestellt hatte, dazu verurteilt, einen Schadensersatz an die klagenden Musikverlage zu zahlen. Als Schadensbetrag hielten die hanseatischen Richter eine Summe von EUR 30,00 für angemessen - und zwar EUR 15,00 pro Musiktitel. Weitergehende Schadensersatzforderungen der Musikverlage wurden genauso wie die Schadensersatzklage gegen den Vater des Beklagten abgewiesen.

Der 1990 geborene Beklagte (Beklagter zu 2) stellte im Juni 2006 über den Internetanschluss seines Vaters (Beklagter zu 1), ohne dass dieser davon wusste, zwei Musikaufnahmen in eine Internettauschbörse ein, sodass die Dateien im Wege des sog. Filesharings von anderen Teilnehmern aufgerufen und heruntergeladen werden konnten. Bei den Aufnahmen handelte es sich um die Musikaufnahme „Engel“ der Künstlergruppe Rammstein und die Aufnahme „Dreh‘ dich nicht um“ des Künstlers Westernhagen.

Die Klägerinnen sind die Inhaber der ausschließlichen Tonträgerherstellerrechte an den genannten Musikaufnahmen. Sie verlangten u.a., dass beide Beklagten wegen der unerlaubten Nutzung jeweils EUR 300,00 Schadensersatz pro Aufnahme zahlen.

Das LG Hamburg hat entschieden, dass der Beklagte zu 2) den Klägerinnen zum Schadensersatz verpflichtet ist (vgl. LG Hamburg, Urt. v. 08.10.2010 - 308 O 710/09). Der Beklagte zu 2) habe das Urheber-recht schuldhaft und rechtswidrig verletzt, indem er die Musikstücke unerlaubt kopiert und in das Internet eingestellt hat ...

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