Liebe in der Rechtsgeschichte

Ralf Zosel (dem einen oder anderen Leser sicher noch bekannt) berichtet hier von den Recherchebemühungen des amerikanischen Autors Eric T. Hansen zu o.g. Thema.

Wurde „Liebe“ jemals als Verteidigung benutzt? Spielt „Liebe“ in Scheidungsrecht eine Rolle? Und vor allem: Wenn das Wort in der Rechtsgeschichte überhaupt präsent war, hatte es zu verschiedenen Zeiten andere Definitionen?

Sucht man bei juris oder beck-online nach *Liebe und Zuneigung* finden sich zahlose Fälle angeblicher Schein- und Versorgungsehen, bei den eben dies gefehlt haben soll und den betrüblichen Fall eines Amtsrichters aus Schweinfurt, der trotz Liebe und Zuneigung zu seinem Hund diesen auf Weisung des LG-Präsidenten nicht mehr zum Dienst mitbringen durfte (VG Würzburg v. 10.09.2008 - W 1 E 08.1900)

Unerreicht scheint in mir diesem Zusammenhang insoweit noch immer BGH NJW 1967, 1078, in dem der Senat die goldenen (für Hochzeitskarten empfohlene) Worte spricht:

Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, daß sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen läßt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen, zu denen die Unwissenheit der Eheleute gehören kann, versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen ...

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