Bin ich bald raus? Oder: Was man mit GMX, 1&1 und Alice alles erleben kann.

Foto:deemonita, CC by-nc-sa 2.0

Telekomm-Anbieter sind scheiße. Das weiß jeder. Sie bieten einen lausigen Service (oder gar keinen), Produkte, die nicht halten, was sie versprechen, und behandeln die Kunden – konsequenter Weise – wie Idioten, die es nicht besser verdient haben. Das Problem: Es gibt keinen Ausweg. Eine Geschichte vom Versagen des Marktes.

UPDATE, 9:10 Uhr: Das passt ja hervorragend: Der Verbraucherzentrale Bundesverband begrüßt Entwurf zur Telekommunikationsnovelle, heißt es gerade in einer Pressemitteilung, “mahnt allerdings Konkretisierungen an”. Warum? Weil alles noch viel schlimmer ist, als es der Gesetzgeber wahrhaben will. Wofür diese Geschichte ja nun das beste Beispiel ist.

Ich brauche einen neuen Telefon- und DSL-Vertrag. Habe mal einen über GMX abgeschlossen, der ist natürlich inzwischen zu teuer und zu langsam. Irgendwann wurde aus meinem GMX-Vertrag ein 1&1-Vertrag, obwohl GMX auch schon zu 1&1 gehörte, als ich den Vertrag abgeschlossen habe. Allerdings kann ich nicht auf einen anderen 1&1-Tarif umsteigen, weil ich ja GMX-DSL habe, und das ist ein anderer Anbieter. Wie bitte? Jawohl, man muss den GMX-Vertrag kündigen und einen 1&1-Vertrag bestellen.

Wenn man nicht schon zu viele idiotische, unfassbare Dinge mit Telekom-Anbietern erlebt hätte, man würde spätestens jetzt schreiend davonlaufen. Allerdings hätte ich davon keinen neuen DSL-Vertrag. Also bei 1&1 angerufen und gesagt: Ok, den alten kündigen, ich will einen neuen. “Dann können Sie aber die Rufnummer nicht mitnehmen.” Wie bitte? “Wir können die Nummern nicht von GMX zu 1&1 portieren.” Sie sind aber doch dieselbe Firma. “Ja.” Und? “Geht leider nicht. Aber sie können zur Telekom portieren.” ? “Also am besten einen Telekom-Tarif mit monatlicher Kündigungsfrist nehmen, dahin gehen und dann zurück zu 1&1 wechseln.” §$%&!/)([]=??? Wollen Sie mich verar…? “Es geht nicht anders.” Ok, 1&1 also ausgeschieden ...

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