Auf ein neues: Der BGH und die Reservierungsvereinbarung

Dass Reservierungsgebühren durchaus mit einer gewissen Skepsis zu betrachten sind, hatte ich bereits an anderer Stelle (hier und auch hier) erörtert. Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH, Urteil vom 23.September 2010 - III ZR 21/10) bestätigt diese Skepsis nochmals: Die Parteien hatten nachstehende Vereinbarung getroffen:
"Auftrag und Zahlungsverpflichtung
Der Kaufinteressent beauftragt hiermit die B. B. GmbH, die den Verkaufsinteressenten als Betreuer vertritt, sämtliche notwendigen Vorbereitungen zur Beurkundung des Kaufvertrages zwischen dem Verkaufsinteressenten und ihm zu treffen. Die B. B. GmbH wird somit im einzel-nen beauftragt: a) die Beurkundung des Kaufvertrages vorzubereiten; b) die Finanzierungsunterlagen des Kaufinteressenten zu bearbeiten (…); c) mit Unterzeichnung dieses Auftrages die Wohnung/das Eigenheim anderweitig nicht mehr anzubieten, sondern sie/es für den Kaufinteressenten reserviert zu halten. Für diese Tätigkeit verpflichtet sich der Kaufinteressent, an die B. B. GmbH einen Betrag von € 1.500,- zu bezahlen ...
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