Mutmaßliches Opfer im Wang-Prozess: "Ein Albtraum"

Drei Verhandlungstage waren geplant, aber nicht einmal vier haben gereicht: Der Strafprozess gegen Jin Wang, den ehemaligen Generalmusikdirektor (GMD) des Würzburger Mainfranken Theaters, ist am Freitag für fast drei Wochen unterbrochen worden.

In Deutschland ist sein Name „verbrannt“, sagt Wang, der am Freitag vor Beginn der Sitzung auf seiner Geige kurz aus der Oper „Tosca“ vorspielte. Im europäischen Ausland ist er als Dirigent aber nach wie vor sehr gefragt, das Gericht hat mit seiner Terminierung auf die Engagements des 50-Jährigen Rücksicht genommen. Doch wegen der langatmigen Ausführungen des Angeklagten und der vielen Fragen der Verteidigung an sein mutmaßliches Opfer war spätestens am zweiten Verhandlungstag klar, dass auch vier Tage nicht genügen würden. Am 24. November geht es weiter, vorher waren die Termine der Prozessbeteiligten nicht unter einen Hut zu bringen.

In dem Verfahren geht es schon lange nicht mehr darum, ob Wang, wie er früher sagte, nur das Zwergkaninchen der Musikstudentin sehen wollte, die er am 20. Mai 2007 nach einem gemeinsamen Essen nach Hause begleitete. Auch nicht mehr darum, dass die junge Frau auch nach dem Vorfall im Flur ihres Wohnhauses noch mit ihm ein Geigenduett einübte und er ihr Parfum schenkte. Entscheidend ist, ob die Richter Wangs Version der Ereignisse als wahr unterstellen oder der Aussage der Studentin Glauben schenken ...

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