In die Wolle gekriegt: Abmahnungen wegen falscher Darstellung des Obermaterials bei Textilprodukten

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, und dementsprechend machen in den Regalen und e-Shops die sommerlichen T-Shirts und Bermudas den Norwegerpullis und Strickmützen Platz. Leider lauern bei der Werbung für diese Produkte juristische Fallstricke auf den Händler, wie ein aktuelles Urteil des OLG Düsseldorf zeigt.

Obermaterial: Reine Schurwolle?

Die beklagte Partei in diesem Fall (vgl. OLG Düsseldorf, 05.10.2010, Az. 20 U 180/09) handelte u.a. mit Kinder-Hüttenschuhen, die sie mit der Angabe „Obermaterial reine Schurwolle – kuscheliger Walkstoff; Laufsohle Polyester-Filz mit Latexbeschichtung“ bewarb.

Dagegen ging ein Wettbewerbsverband vor, mit der Begründung, die Strickbündchen am Schaft dieser Hüttenschuhe seien nicht aus Schurwolle, sondern aus Polyacryl – von „reiner Schurwolle“ könne also keine Rede sein. Der Wortlaut der Werbung sei folglich irreführend und somit wettbewerbswidrig.

Obermaterial: Keine reine Schurwolle!

Dieser Argumentation schloss sich das OLG Düsseldorf auch im Wesentlichen an ...

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