Zinsswap: Großbank muss wegen fehlerhafter Beratung Schadensersatz an kommunales...

Mathias Nittel Rechtsanwalt | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Tel.: 06221-43401-14 Eine Bank darf ihrem Kunden nicht verschweigen, dass die Gewinn- und Verlustchancen von Swap-Verträgen nur auf der Grundlage von anerkannten Bewertungsmodellen beurteilt werden können, die auf hoch komplexen Wahrscheinlichkeitsberechnungen beruhen. Dies entschied das OLG Stuttgart in seinem Urteil vom 27.10.2010 (9 U 148/08) in dem es der Klage eines kommunalen Abwasserzweckverbandes stattgab. Diesem war von der beklagten Bank der Abschluß eines so genannten Zinsswap-Vertrags zum Zweck der �Zinsverbilligung� empfohlen worden. Wie das OLG Stuttgart feststellte, hatte die Bank ihrem Kunden den falschen Eindruck vermittelt, er könne die Erfolgsaussichten der angebotenen Verträge auf der Grundlage seiner "Zinsmeinung" über die voraussichtliche Entwicklung der Interbankenzinssätze abschätzen, ohne den Marktwert zu kennen. Zinsswapverträge sind bankenkonstruiertes Glücksspiel Der Heidelberger Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Mathias Nittel begrüßt das Urteil: �Swap-Verträge sind als ein von der Bank konstruiertes Glücksspiel anzusehen. Die Bank muss darüber aufklären, dass sie die Chancen selbst zum Nachteil des Kunden gestaltet und dieser nach den anerkannten Wahrscheinlichkeitsmodellen eine höhere Verlustwahrscheinlichkeit hat.� Dies hat die Bank nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts nicht getan ...Zum vollständigen Artikel


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