Timesharing-Urlaub

Der Deutsche Bundestag hat in zweiter und dritter Lesung ein Gesetz zur Umsetzung einer EU-Richtlinie über Teilzeitnutzungsverträge und andere Urlaubsprodukte beschlossen. Die Umsetzung der EU-Richtlinie soll europaweit ein vergleichbares Verbraucherschutzniveau für diese Urlaubsangebote gewährleisten. Das Gesetz bedarf nach dem Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages nicht der Zustimmung des Bundesrates.

Teilzeit-Wohnrechte sind bei deutschen Urlaubern weit verbreitet. Dabei zahlt der Kunde für das Recht, eine Ferienwohnung oder ein Hotel jedes Jahr für eine gewisse Zeit zu nutzen. Dabei ziehen diese Teilzeitwohnrechte seit ihrer “Erfindung” immer wieder auch zweifelhafte Anbieter auf den Plan, die insbesondere in den Urlaubsgebieten auf Kundenfang gehen. Viele Urlauber werden im Urlaub überredet, sich auf unseriöse Verträge einzulassen. Die neue europäische Timesharing-Richtlinie soll hier für ganz Europa ein höheres Verbraucherschutzniveau bringen, so dass es zukünftig nicht mehr entscheidend ist, ob die Verträge in Deutschland, Spanien oder einem anderen EU-Mitgliedstaat geschlossen werden.

Das nun vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz soll – wie die zugrunde liegende EU-Richtlinie – den Verbraucherschutz beim Timesharing-Urlaub verbessern:

Teilzeit-Wohnrechteverträge werden von den neuen gesetzlichen Regelungen ab einer Laufzeit von einem Jahr erfasst, bisher sahen die gesetzlichen Regelungen eine Laufzeit von mindestens drei Jahren vor. Der Schutz wird desweiteren auf weitere neue Vertragsformen ausgedehnt, um Umgehungsgeschäfte zu verhindern und neue Urlaubsmodelle, wie etwa Reise-Rabatt-Clubs, zu erfassen. Neu erfasst werden Teilzeit-Nutzungsrechte an beweglichen Unterkünften, zum Beispiel Hausbooten oder Wohnmobilen ...Zum vollständigen Artikel

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