Scharfe Sache: Rechtssichere Werbung für Kochmesser

Wer Handel mit hochwertigen Kochmessern betreibt, sollte auf eine rechtssichere Anpreisung seiner Ware achten: Der Grat zwischen erlaubter und wettbewerbswidriger Werbung ist hier unter Umständen sehr schmal, vor allem dann, wenn Vergleiche herangezogen werden. Gerade auch bei der Werbung für Keramikmesser sind einige Feinheiten zu beachten.

Risiko

Seit der Trend in der Ernährung vom fast food zum slow food geht, stehen auch bei Hobbyköchen hochwertige Kochmesser hoch im Kurs. Seit einiger Zeit werden auch Messer mit Keramikklinge in großen Mengen verkauft, die gerade auch für Amateure diverse Vorteile im Vergleich zu den aufwendig zu pflegenden Stahlmessern haben sollen. Die Werbung mit diesen Vorteilen kann jedoch eine diffizile Sache sein.

Erst kürzlich erwischte es einen Händler, der seine Keramikmesser damit anpries, diese seien „viel glatter als Stahlmesser“ und ermöglichten daher eine leichtere Schnittführung durch jegliches Schnittgut. Allerdings hängt die Glätte des Materials tatsächlich nicht vom Material der Klinge, sondern von einer entsprechenden Oberflächenbehandlung ab, so dass diese Aussage nicht grundsätzlich richtig ist – vielmehr gibt es einerseits teure Stahlmesser, deren Oberfläche durch entsprechende Politur bei weitem glatter ist als bei durchschnittlichen Keramikmessern, und andererseits auch Billigware mit Keramikklinge, bei der die Oberflächenbeschaffenheit geringwertiger ist als bei durchschnittlichen Stahlmessern.

Diesen Umstand nutzte nun ein Mitbewerber für eine Abmahnung gegen diesen Händler aus ...

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