FG Münster: Klare Regeln für dauernde Wertminderungen bei Aktien

FG Münster Urteil vom 31.08.2010 – 9 K 3466/09 K, G

Pressemitteilung des Gerichts:

“Wann ist eine Wertminderung bei Aktien “voraussichtlich dauernd” im Sinne des § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG und berechtigt zu einer gewinnmindernden Abschreibung? Diese Frage hat der 9. Senat des Finanzgerichts Münster in seinem Urteil vom 31. August 2010 (9 K 3466/09 K, G) klar und praxisorientiert beantwortet.

Im Streitfall hielt die Klägerin Aktien im Betriebsvermögen. Deren Wert war zum Bilanzstichtag allerdings deutlich unter die ursprünglichen Anschaffungskosten gesunken – teilweise lag er etwa 8%, teilweise sogar um fast 30% niedriger. Die Klägerin sah die Wertminderungen als “voraussichtlich dauernd” an und nahm eine gewinnmindernde Teilwertabschreibung gem. § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG vor. Das Finanzamt erkannte die Abschreibung nicht an. Es berief sich dabei insbesondere auf eine allgemeine Verwaltungsanweisung, nach der eine Teilwertabschreibung voraussetzt, dass der Börsenkurs zum jeweiligen Bilanzstichtag um mehr als 40% unter die Anschaffungskosten gesunken ist.

Der 9. Senat des Finanzgerichts Münster sah dies anders und gab der Klage teilweise statt ...

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