Haftung von McDonalds, wenn Mitarbeiter übergewichtig werden

Über einen skurrilen Fall berichtet der Beck-Blog:

Wie die Made im Speck hat offenbar ein McDonald´s-Mitarbeiter in Brasilien gelebt. Nach seiner bislang zwölfjährigen Tätigkeit für die beklagte Schnellimbisskette brachte er 30 Kilo mehr auf die Waage. Der beleibte 32-Jährige machte seinen Arbeitgeber hierfür verantwortlich und erhob Klage auf Schadensersatz.

Der Fall klingt einfach – nichtsdestotrotz kann man hier bei der vertraglichen Haftung aus § 280 durchaus über eine Pflichtverletzung und einen kausalen Schaden diskutieren.

Eine Pflichtverletzung durch Tun scheidet aus (es sei denn, Mc Donalds hat den Mitarbeiter jeden Tag mit BicMäcs beliefert). Eine Pflichtverletzung durch Unterlassen kommt nur dann in Betracht, wenn eine Schutzpflicht seitens des Schnellimbisbetriebs dahingehend besteht, dass sein Mitarbeiter nicht zu viel ungesunde Nahrung zu sich nimmt.

Gar keine so einfache Frage – hier kann der Prüfling zeigen, dass er die dogmatische Herleitung von Verkehrssicherungsplichten beherrscht. Letztlich geht es um die Frage, ob eine Gefahrenquelle geschaffen oder unterhalten wird ...

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