Master of Science Kieferorthopädie

Immer wieder stellt sich die Frage, welche Tätigkeitsschwerpunkte, Qualifikationen oder Titel Zahnärzte führen dürfen, um Ihren Patienten gegenüber eine Spezialisierung zu verdeutlichen.

Am 18.03.2010 hat der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen I ZR 172/08) folgende erfreuliche Entscheidung gefällt:

Der Fall:

Eine Zahnärztin bietet in Nordrhein-Westfalen kieferorthopädische Leistungen an und warb mit dem Titel “Master of Science Kieferorthopädie”, den sie durch einen Studiengang an der österreichischen Donau-Universität Krems erworben hatte.

Die Kläger in diesem Verfahren sind ebenfalls Zahnärzte die die Fachbereichsbezeichnung “Fachzahnarzt/Fachzahnärztin für Kieferorthopädie” führen.

Die Kläger hielten den Mastertitel wegen Verstoßes gegen berufsrechtliche Vorschriften und wegen Irreführung der Patienten für wettbewerbswidrig.

Die Entscheidung:

Der BGH erklärt das Führen des Titels “Master of Science Kieferorthopädie” für zulässig.

Die Bestimmungen des Heilberufsgesetzes sind Marktverhaltensregeln, die im Rahmen der Anwendung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb zu beachten sind. Ein Verstoß hiergegen liegt aber im konkreten Fall nicht vor ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK