Juristen oder Kriegsverbrecher?

Immerhin steckt im Kern der Berufsbezeichnung des Juristen noch ein Bezug zur Gerechtigkeit, beim Lawyer steckt Law drin. Dies scheint aber, betrachtet man zwei Meldungen aus den USA, die in dieser Woche bekannt wurden, bei den dortigen dem Militär dienenden Juristen, aus dem Blick geraten zu sein.

Erste Meldung (Quelle): In einem durch wikileaks bekannt gewordenen Dokument wird auf die Frage der Apache-Hubschrauber-Besatzung, ob man auf zwei Männer, die sich ergeben wollten, schießen dürfe, geantwortet: "Lawyer states they cannot surrender to aircraft and are still valid targets." Dies widerspricht Art. 23 der Haager Landkriegsordnung von 1907, der sich die USA vor 100 Jahren angeschlossen haben.

Zweite Meldung (Quelle): Der seit acht Jahren in Guananamo inhaftierte Omar Khadr hat ein umfassendes Geständnis abgelegt, um im Gegenzug eine zeitliche Freiheitsstrafe zu erhalten, deren Rest er (möglicherweise) in seinem Heimatland Kanada absolvieren darf. Hintergrund: Der Vorsitzende des Militärtribunals hat die mittels (von den Vernehmungsbeamten nicht bestrittenem) Druck durch Schlafentzug und sostige Maßnahmen erzielten selbstbelastenden Angaben des damals noch jugendlichen Gefangenen als Beweismittel zugelassen ...

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