Gewerkschaften sind schuld am (Beinahe-) Tod des Hobbit - Hobbit-Arbeitsrecht in Neuseeland

“Der” Hobbit ist nicht gestorben, keine Sorge. Bilbo Baggins, dessen Abenteuer in JRR Tolkiens “The Hobbit or There and Back Again” aus dem Jahr 1937 (!) beschrieben werden, ist absolut lebendig, obwohl er eigentlich in der “Fortsetzung” des Buches, “The Lord of The Rings” stirbt. Das posthume Über- oder Aufleben liegt natürlich daran, dass Starregisseur Peter Jackson (endlich) die Hobbit-Verfilmung im zauberhaften Neuseeland dreht. Oder auch fast nicht gedreht hätte.

Jetzt kommt es wohl erstmals dazu, dass ein Film die Arbeitsgesetze eines ganzen Landes ändert. Für so einen Film braucht man eine Menge Nebendarsteller und vor allem Statisten, aber natürlich auch die berühmten Techniker, die mit den Massenszenen bei “The Lord of The Rings” Filmgeschichte geschrieben haben. Diese Leute sind vor allem eines - Arbeitnehmer.

Arbeitnehmer wollen bessere Rechte haben und dafür streiken sie auch manchmal. Nicht außergewöhnlich. Hier aber drohte die Produktionsfirma nach einem Zusammenstoß mit der Media, Entertainment and Arts Alliance (MEAA) - einer Gewerkschaft - die gesamte Produktion aus Neuseeland abzuziehen. Tausende demonstrierten gegen die MEAA auf der Straße, denn Neuseeländer identifizieren sich mit den Jackson-Filmen sehr. So sehr, dass sich schließlich der Premierminister, John Key, persönlich einschaltete. In Deutschland undenkbar: Einmischung der Politik in Tarifverhandlungen ...

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