Bagatellkündigung scheitert erneut

Der Versuch eines Arbeitgebers, einen seit 30 Jahren beschäftigten Arbeitnehmer, der auch Betriebsratsmitglied ist, außerordentlich zu kündigen, weil dieser drei Schrauben verschenkte, schlug fehl. Der Betriebsrat verweigerte die erforderliche Zustimmung und auch die klageweise Durchsetzung beim Arbeitsgericht Bonn hatte keinen Erfolg.

Der 50-jährige Arbeitnehmer hatte einem ehemaligen Mitarbeiter auf dessen Wunsch hin drei Schrauben aus der Materialausgabe im Wert von je 28 Cent geschenkt. Als der Arbeitgeber davon erfuhr, reagierte er sofort und forderte vom Betriebsrat die Zustimmung zur fristlosen Kündigung. Ohne dessen Zustimmung ist die Kündigung eines Betriebsratsmitglieds nicht möglich. Der Betriebsrat verweigerte jedoch seine Zustimmung. Daraufhin wollte der Arbeitgeber die Zustimmung vor dem Arbeitsgericht erstreiten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK