Kein steuerlicher Nachteilsausgleich beim schuldrechtlichen Versorgungsausgleich

Nach § 10 Abs. 1 Nr. 1b EStG kann der Ausgleichsverpflichtete Leistungen aufgrund eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs als Sonderausgaben absetzen, soweit die ihnen zu Grunde liegenden Einnahmen beim ihm – dem Ausgleichsverpflichteten – der Besteuerung unterliegen, wofür die ausgeglichene Rente maßgeblich ist. Anders als das so genannte begrenzte Realsplitting nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG hängt dieser Sonderausgabenabzug nicht von der Zustimmung des Ausgleichsberechtigten ab. Vielmehr ist der Ausgleichsberechtigte nach § 22 Nr.1c EStG ohne weiteres verpflichtet, die Leistungen aus dem schuldrechtlichen Versorgungsausgleich – soweit sie beim Verpflichteten als Sonderausgaben abgezogen werden können – seinerseits als Einkünfte zu versteuern. Eine rechtliche Grundlage für einen steuerlichen Nachteilsausgleich ist daher nicht ersichtlich ...

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