Lehrverpflichtung eines akademischen Oberrats

Die Lehrverpflichtung eines akademischen Oberrats, dem der Titel eines “außerplanmäßigen Professors” verliehen wurde, bemisst sich, auch wenn er korporationsrechtlich der Gruppe der Professoren zuzuordnen sein sollte, nach seinem beamtenrechtlichen Status und ist aus § 4 Abs. 2 Nr. 2 LVVO abzuleiten.

Die Höhe der Lehrverpflichtung findet (in Niedersachsen) ihre Rechtsgrundlage in § 4 Abs. 2 Nr. 2 der Verordnung über die Lehrverpflichtung an Hochschulen (Lehrverpflichtungsverordnung – LVVO -). Danach beträgt die Höchstlehrverpflichtung für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zehn LVS. Die genannte Norm bestimmt ebenso wie die weiteren Regelungen des § 4 LVVO den Umfang der Lehrverpflichtung des beamteten wissenschaftlichen und künstlerischen Hochschulpersonals und findet ihre Ermächtigung in § 21 Abs. 2 Satz 1 NHG, wonach der durchschnittliche Umfang der Lehrverpflichtung des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals im Beamtenverhältnis, die Gewichtung der Lehrveranstaltungsarten sowie besondere Betreuungspflichten durch Verordnung geregelt werden können. Während dem im Angestelltenverhältnis beschäftigten Personal entsprechende Verpflichtungen durch Vertrag aufzuerlegen sind (§ 21 Abs. 2 Satz 2 NHG), werden die das beamtete wissenschaftliche und künstlerische Personal betreffenden und auf den Umfang der Lehre bezogenen Dienstpflichten durch § 4 LVVO geregelt; danach legt diese Vorschrift die beamten- oder dienstrechtlich geschuldete Lehrverpflichtung der einzelnen Mitglieder des Lehrpersonals einer Hochschule gesetzlich fest.

Folglich bestimmt sich auch die Lehrverpflichtung trotzt des verliehenen Titels eines “außerplanmäßigen Professors” nach dem dienstrechtlichen Status, mithin vorliegend nach der derzeitigen beamtenrechtlichen Stellung eines akademischen Oberrats ...

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