+++ Mitarbeiter kann Kundenvertreter als Arschloch bezeichnen +++ Fristlose Kündigung unwirksam ! LAG Schleswig Holstein zu LAG Schleswig-Holstein – 4 Sa 474/09 – +++

Augenblicksversagen oder nicht jede Beleidigung rechtfertigt eine fristlose Kündigung Der Einzelfall entscheidet. Das Risiko des Arbeitgebers ist grenzenlos Die mehrfache Beleidigung mit dem Wort “Arschloch” rechtfertigt nicht unbedingt eine fristlose Kündigung. Die notwendige Interessenabwägung kann zum Ergebnis kommen, dass eine Abmahnung ausreicht. In der jetzt bekannt gewordenen Entscheidung aus Aprl 2010 wurde dem Arbeitnehmer insbesondere zu Gute gehalten, dass er nicht wusste, wer sein Gegenüber war, obwohl sich dem Arbeitnehmer das im Zuge des Streits hätte aufdrängen müssen.

von Marcus Bodem Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin

Der Fall: Der Kläger war mehr als 6 Jahre beanstandungsfrei als Fahrer in einem Logistikzentrum beschäftigt. Dabei war er unfallfrei auch die Adresse eines Kunden angefahren. Bei einer Anlieferung wurde er von einem Mann, den er nicht kannt greizt angesprochen “Wie oft wollt ihr jetzt da oben noch gegen fahren?” Er antwortete sinngemäß: “Ich liefere hier seit Jahren und jetzt aus dem Weg, du Arsch !” Es ergab sich ein Wortgefecht, in dem der Kläger sein Gegenüber noch mehrfach als “Arschloch” titulierte ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK