Begrifflichkeit: “Schwarz Surfen” der falsche Name?

Oliver Garcia spricht m.E. den richtigen Punkt in einem Blog-Beitrag an: Die Begrifflichkeit “Schwarz-Surfen” ist in der aktuell verwendeten Form kritisch zu beleuchten. Allerdings glaube ich, dass die Überlegungen am Ende des Artikels zu anspruchsvoll sind – kaum einer wird wegen einer Angst vor Anonymität davon sprechen, sondern m.E. gibt es zwei Gründe:

Als das erste Urteil aus Wuppertal dazu bekannt wurde, war bereits in der NStZ der griffige Begriff “Schwarz-Surfen” in der Verwendung. Das war einfach eine gelungene Vorlage. Die Analogie für Laien zum “Schwarz fahren” ist derart aufdrängend, dass es m.E. weiterer Überlegungen nach dem Ursprung des Wortes nicht bedarf.

Sicherlich wäre es eine Überlegung, warum ich mich für den entsprechenden Domain-Namen entschieden habe, um zu analysieren, wo die Motive für den Begriff liegen. Allerdings hilft das hier nicht weiter: Ich mag den Begriff nicht und habe den Domain-Namen nur gewählt, weil die Begrifflichkeit bereits verbreitet war und jeder weiss, was damit gemeint sein soll.

Technisch (und wohl auch juristisch) korrekt wäre es, noch einmal von vorne anzufangen und die Erscheinungsformen aufzuteilen:

Es gibt das Nutzen verschlüsselter Netze einmal (a) mit und einmal (b) gegen den Willen des Betreibers Es gibt das Nutzen offener Netze einmal (a) mit und einmal (b) gegen den Willen des Betreibers

Bei verschlüsselten Netzen ist 1b eine Straftat, ich lasse hier offen auf Grund welcher Paragraphen (kann man nämlich drüber streiten, wundert mich schon länger, dass das keiner thematisiert) ...

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