Todesfall Rupp in Neuburg - ab heute neue Hauptverhandlung in Landshut

Dieser Fall wurde schon in mehreren Beiträgen behandelt. Ab heute findet am LG Landshut die neue Hauptverhandlung in der Wiederaufnahme statt. Sicherlich wäre es wünschenswert, wenn der Fall endlich überzeugend aufgeklärt werden könnte, und man will sich in Landshut offenbar auch Mühe geben. Jedoch ist wegen der langen Zeit und den mittlerweile kaum noch zu ermittelnden Sachbeweisen fraglich geworden, ob man noch zu einem klaren Ergebnis wird kommen können.

Die regionale Presse berichtet ausführlich. Dabei fallen mir einige Angaben besonders auf. Im Donaukurier schreibt Winfried Rein: "Der Überraschungscoup der Polizei vom 13. Januar 2004 war ein Erfolg". Damit ist die Durchsuchung auf dem Hof gemeint, in deren Folge "die Ehefrau wie auch die beiden jungen Töchter zugaben, dass der Vater daheim zu Tode gekommen sei. Nach einem Streit sei er die Kellertreppe hinuntergestürzt und habe sich nicht mehr gerührt" .(Quelle) Dies ist allerdings noch kein "Geständnis" einer Straftat. Die Angabe zur vorsätzlichen Tötung des Bauern durch Erschlagen, anschließendes Zerteilen der Leiche und Verfüttern an die Hunde stammt nach diesem Bericht allein vom später als Haupttäter verurteilten Freund der einen Tochter. Wenn aber, wie jetzt die Polizei nach diesem Bericht behauptet, die "Geständnisse" gar nicht übereinstimmten, es also überhaupt nur eines gegeben haben soll, wie kam dann das Gericht in der Urteilsbegründung zu folgender Feststellung (am 14.05.2005 von Horst Richter im donaukurier beschrieben): "Bewiesen sei die schreckliche Tat durch die vielen Aussagen nicht nur der Angeklagten, sondern auch der Zeugen. Alles zusammengefasst, ergebe sich „ein deutliches und im wesentlichen übereinstimmendes Bild, so dass an der Wahrheit nicht zu zweifeln ist“, so der Vorsitzende. Dass die grausigen Schilderungen von den Angeklagten ausgedacht worden seien, „kann wohl niemand ernsthaft glauben“ ...

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  • Neuburg:

    donaukurier.de - 3 Leser - Neuburg (DK) "Richtig theatralisch hat sie ihren Mann als vermisst gemeldet". Der frühere Neuburger Polizeichef erinnert sich genau an jenen Tag im Oktober 2001, als Hermine Rupp auf der örtlichen Dienststelle vorsprach.

  • „Und ich weiß, dass er noch lebt!“

    donaukurier.de - 3 Leser - Ingolstadt (hri) Mit vier Schuldsprüchen endete am Freitag der Mordprozess Rupp am Landgericht Ingolstadt. Die 1. Jugendkammer unter Vorsitz von Georg Sitka verurteilte die Familie des im Oktober 2001 verschwundenen Bauern wegen gemeinschaftlichen Totschlags bzw. Beihilfe zum Totschlag jeweils zu Freiheitsstrafen.

  • Ingolstadt:

    donaukurier.de - 3 Leser - Ingolstadt (DK) Es ist der 8. Dezember 2004. Ein Tag, wie ihn das Landgericht Ingolstadt bisher nie erlebt hatte. Schon um 7 Uhr früh drängen die Menschen sich vor der Tür. Zur Verhandlung kommt der Fall Rudi Rupp, angeblich erschlagen von der eigenen Familie. Wer keinen Platz ergattert, muss draußen bleiben.

  • Schaufelte sich Rudolf Rupp das eigene Grab?

    donaukurier.de - 4 Leser - Ingolstadt (DK) Ein Alkoholtest im Gerichtssaal, die drohende Festnahme eines Zeugen, der zeitweise Ausschluss des Publikums und ein mögliches neues Motiv – im Mordprozess Rupp am Landgericht Ingolstadt war gestern einiges geboten.

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