In 4 Schritten zur Kündigung von “Low Performern”

Die Kündigung von Low Performern bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung. Im Wesentlichen sind dabei 4 Punkte zu beachten:

1. Punkt schriftliche Arbeitsanweisungen

Schriftliche Arbeitsanweisungen dienen nicht nur der Dokumentation der Weisung, sondern ermöglichen auch einen Nachweis der Leistungsschwäche durch Vergleich von Weisung und Arbeitsergebnis. Ohne konkrete Bestimmung einer Leistungspflicht kann auch keine Verletzung geltend gemacht werden.

2. Abmahnung bei Leistungsschwäche

Das ultima Ratio Prinzip welches im Arbeitsrecht gilt fordert zunächst den Ausspruch einer Abmahnung. Eine Abmahnung kommt nur in Betracht wenn ein Arbeitnehmer über einen längeren Zeitraum verhaltensbedingt erheblich unterdurchschnittliche Leistungen erbringt. Dies ist nicht bereits bei jeglicher Unterschreitung der Durchschnittsleistung vergleichbarer Arbeitnehmer gegeben, sondern die persönliche Leistungsfähigkeit des einzelnen muss mitberücksichtigt werden. Bei einer langfristigen Unterschreitung um deutlich mehr als 1/3 ist jedoch von einer Schlechtleistung auszugehen.

3. Gelegenheit zur Verbesserung

Dem Arbeitnehmer muss nach einer Abmahnung ausreichend Zeit gegeben werden, sein Leistungsverhalten umzustellen und die Minderleistung abzubauen. Die Zeit einer solchen “Umlernphase” hängt vom Einzelfall ab sollte jedoch nicht zu kurz bemessen sein.

4. Kündigung

Bessert sich die Leistungsschwäche nicht dann kann der Arbeitgeber eine verhaltensbedingte Kündigung nach Ablauf einer angemessenen Zeit aussprechen. Er trägt jedoch die Darlegungs— und Beweislast hinsichtlich der Punkt 1-3 und der nach wie vor bestehenden Schlechtleistung ...

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