Stuttgart 21: Bahn hat Gewährung effektiven Rechtsschutzes verhindert

Mit Beschluss vom 13. Oktober 2010 hat das VG Stuttgart das Eilverfahren (13 K 3749/10) des BUND, Landesverband Baden-Württemberg auf Unterlassung von Baumfällarbeiten abgeschlossen und mit rechtskräftigemm Beschluss die Kosten des Verfahrens der Deutschen Bahn auferlegt. Nachdem die Verfahrensbeteiligten das Verfahren übereinstimmend für erledigt erklärt hatten, hatte das Gericht noch über die Kosten des Verfahrens zu entscheiden. Diese hat sie der Deutschen Bahn, die in dem Verfahren lediglich als Projektbetreiberin beigeladen war, auferlegt.

Hintergrund ist, dass das Gericht zu der Auffassung gelangt ist, dass es dem Eilantrag höchstwahrscheinlich noch vor Beginn der Baumfällarbeiten stattgegeben hätte, wenn ihm am Abend des 30.09.2010 alle entscheidungserhebliche Tatsachen und insbesondere das Schreiben des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) vom selben Tage bekannt gewesen wären. In diesem Schreiben hatte das EBA die Deutsche Bahn nochmals an die Einhaltung näher beschriebener Nebenbestimmungen des Planfeststellungsbeschlusses zum Projekt Stuttgart 21 vom 28.01.2005 erinnert und diese wegen der möglichen Beeinträchtigung artenschutzrechtlicher Belange (Fledermäuse/Juchtenkäfer) aufgefordert, die darin verlangte Ausführungsplanung rechtzeitig vor der Aufnahme von Bauarbeiten im mittleren Schlossgarten vorzulegen ...

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