Die Verwertung der fotographischen Dokumentation eines urheberrechtlich geschützten Happenings bedarf der Zustimmung des Künstlers

Das LG Düsseldorf hat sich in seiner Entscheidung vom 29. September 2010, Az. 12 O 255/09 – Veröffentlichung in ZUM oder ZUM-RD folgt – erneut mit der Frage befasst, wie sich eine künstlerische Performance einerseits und davon angefertigte und auf einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentierte Fotographien andererseits aus urheberrechtlicher Sicht zueinander verhalten.

Vorausgegangen war ein Konflikt zwischen dem Museum Schloss Moyland und der Witwe des 1986 verstorbenen Fluxus-Künstlers Joseph Beuys. Das Museum hatte ohne Zustimmung der VG-Bildkunst, welche die Rechte an Beuys Werken treuhänderisch wahrnimmt, eine Serie von Fotos ausgestellt, die die Durchführung des urheberrechtlich geschützten Beuys-Happenings “Das Schweigen des Marcel Duchamp wird überbewertet” im Jahr 1964 dokumentieren ...

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