Von nun an ging’s bergab

Per Strafbefehl wurde der Mandant zu 70 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Dagegen hat er Einspruch eingelegt.

Nach einer zweiseitigen Verteidigungsschrift und einer halbstündigen Beweisaufnahme vor dem Amtsgericht wurde der Mandant freigesprochen.

Gegen diesen Freispruch hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Aus der Berufungsbegründung:

Es ist unstreitig … (ist es gerade nicht!); es bestehen keine vernünftigen Zweifel … (auf Seiten der Verteidigung durchaus reichlich!) mit kriminalistischer Erfahrung … (aber ohne belastbaren Belege) als Schutzbehauptung zu werten … (was nicht widerlegt werden kann, ist eben eine Schutzbehauptung) hingegen nahezu ausgeschlossen … (heißt: kann nicht vollständig ausgeschlossen werden) lebensfremd … (wo leben die denn?)

In der Besprechung vor der Berufungshauptverhandlung bietet der Richter an: Geständnis und dann gibt es nur 60 Tagessätze, statt der ursprünglichen 70. Der Mandant lehnt nach Beratung ab ...

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