IG Metall befragt 5.000 Betriebsräte zur Leiharbeit

Mitte September haben sich mehr als 5.000 Betriebsräte an einer Umfrage der IG Metall zur aktuellen Situation bei der Leiharbeit beteiligt. Die Ergebnisse sind laut Gewerkschaft alarmierend: Der Missbrauch von Leiharbeit nehme rasant zu, der Abbau der Stammbelegschaften sei in vollem Gange. Der nach der Wirtschaftskrise neu entstandene Arbeitskräftebedarf werde zu 85% über Leiharbeit und befristete Arbeitsverhältnisse abgedeckt. Bei nur 15% der aktuellen Neueinstellungen handele es sich um klassische unbefristete Arbeitsverhältnisse.

Derweilen erreicht die Zahl der Leiharbeiter nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft wieder die alten Höchststände wie vor der Wirtschaftskrise: Im Juni 2010 existierten rund 826.000 Beschäftigungsverhältnisse, Tendenz steigend. Die IG Metall weist auf die anhaltende Erosion der Stammbelegschaften hin und kritisiert Bundesarbeitsministerin von der Leyen (CDU): Anstatt mit ihrem kürzlich vorgestellten Gesetzentwurf den Mißbrauch von Leiharbeit einzudämmen, öffne sie dem unbegrenzten Abbau von Stammbelegschaften Tür und Tor ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK