Gericht bemängelt Verzögerungstaktik von Versicherungen bei Schmerzensgeldzahlung

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Wallmerod/Westerwald. Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main (OLG) hat in einem aktuellen Beschluss zu einem Fall des Anwaltsbüros Quirmbach und Partner die Auffassung des Landgerichts bestätigt, wonach das schleppende Regulierungsverhalten bei der Begründung der Höhe des Schmerzensgeldes zu berücksichtigen ist (OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 26. Mai 2010, Aktenzeichen: 13 U 128/09). „Das vom Landgericht dem Kläger zuerkannte Schmerzensgeld von insgesamt 250.000 Euro ist unter dem Ausgleichsgesichtspunkt vertretbar“, so das OLG Frankfurt/Main in seinem Beschluss. Damit geht ein langer und zermürbender Prozess vor dem Landgericht Darmstadt zu Ende. Rechtsanwalt Martin Quirmbach vom Anwaltsbüro Quirmbach und Partner, Wallmerod/Westerwald, kommentiert das Ergebnis: „Eine erlösende Nachricht für unseren Mandanten und zudem richtungweisend. Bedauerlich ist, dass das Verfahren so lange gedauert hat. Hätte die Versicherung nicht immer wieder versucht, sich aus der Verantwortung zu stehlen, wäre unserem Mandanten viel Leid erspart geblieben. Die Verzögerungstaktik einer Versicherung führt sehr häufig – so wie auch hier – am Ende zu einer deutlich höheren Zahlungsverpflichtung.“ Der Kläger erlitt bei einem unverschuldeten Verkehrs-Unfall im Jahr 2000 schwerste Verletzungen und ist seither erwerbsunfähig. Zum Unfallzeitpunkt lag eine erfolgreiche berufliche Zukunft vor ihm. Der Unfall hat sein Leben komplett verändert. Zu den schwersten Verletzungen gesellte sich Zukunftsangst, weil die Versicherung des Unfallgegners sich weigerte, das dem Kläger zustehende Schmerzensgeld und weitere Schadensersatzzahlungen zu leisten. Mit teilweise entwürdigenden Beweisanträgen versuchte sie immer wieder, die Forderungen als zu hoch und als in Teilen unbegründet abzuwehren ...

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