Abrechnung des Unfallschadens

Die Rechtsprechung des BGH zur Abrechnung des Kraftfahrzeugschadens wird ständig fortgeführt. Aufgrund der bestehenden Unsicherheit der Unfallgeschädigten möchten wir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Abrechnungsmethoden nach einem Verkehrsunfall geben:

Sofern der Schaden am Kraftfahrzeug (inkl. Wertminderung) über dem Wiederbeschaffungswert liegt (s.g. 130 % Abrechnung):

Wenn der Geschädigte nicht repariert, erhält er lediglich den Wiederbeschaffungswert abzgl. Restwert

Wenn der Geschädigte teilweise repariert, dann erhält er ebenfalls nur den Wiederbeschaffungswert abzgl. Restwert. Bei konkreter Abrechnung jedoch bis zum Wiederbeschaffungswert.

Wenn der Geschädigte vollständig und fachgerecht repariert, erhält dieser die vollen Reparaturkosten. Hier muss das Fahrzeug jedoch 6 Monate weiter genutzt werden. (Der BGH (BGH VersR 09, 128) sieht in der Sechs – Monatsfrist aber keine Fälligkeitsvoraussetzung).

Sofern ein Fahrzeug im Rahmen der 130 % – Grenze repariert werden soll, werden hohe Anforderung gestellt. Es ist in der Regel der im Gutachten genannten Reparaturweg zwingend einzuhalten. Besonderheiten ergeben sich hier, wenn sich erst während der Reparatur herausstellt, dass die 130 % Grenze überschritten wird.

Sofern der Schaden am Kraftfahrzeug (inkl ...

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