Schadensersatz im Urheberrecht

Im Internet haben wir ständig mit dem Urheberrecht zu tun. Die digitale Welt wird von geistigen Leistungen wie Fotografien, Songs, Movies, Computerprogrammen oder Suchmaschinen beherrscht. Das Urheberrecht ist so gut wie immer im Internet involviert, wird dadurch aber auch oft verletzt. Und das geht ziemlich schnell mit nur wenigen Klicks. Im Folgenden soll kurz aufgezeigt werden, nach welchen Grundlagen der Schadensersatzanspruch im Urheberrecht beziffert werden kann.

Rechtsgrundlage

Nach § 97 Absatz 1 Urhebergesetz (UrhG) ist es verboten, die Rechte des Urhebers ohne dessen Einverständnis zu verwenden. Das bedeutet, dass man ungefragt ein geschütztes Werk weder vervielfältigen, im Internet veröffentlichen noch es bearbeiten darf. Um diesen Schutz zu gewährleisten enthält das Urheberrechtsgesetz eine Reihe von Ansprüchen, die dem Urheber im Verletzungsfall zustehen. Ist eine Verletzung des Urheberrechts erst mal festgestellt, kommt schnell die Frage, was man als Schadensersatz verlangen kann.

Auch wenn die Verletzung des Urheberrechts nur fahrlässig, also ohne böse Absichten, geschieht, dann ist der Täter trotzdem zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet. Allerdings gibt das Urheberrecht keine klare Regelung her, die eine konkrete Berechnungsgrundlage enthält. Von daher gibt es verschiedene Berechnungsmethoden, die abhängig von der Art des Werkes herangezogen werden können.

Lizenzanalogie

Eine Berechnungsmethode ist die sogenannte Lizenzanalogie. Hier dienen als Grundlage für den Schadensersatz die Lizenzkosten, die üblicherweise zu zahlen wären. Wenn also Beispielsweise jemand unerlaubt ein Foto verwendet, bei dem die Nutzungsrechte ansonsten z.B ...

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