LG Hamburg zur Störerhaftung für fremdes Verschulden (UWG)

Das Landgericht Hamburg hat sich in einer aktuellen Entscheidung im einstweiligen Rechtsschutz mit der Problematik der Störerhaftung für unlauteren Wettbewerb befasst. Der Entscheidung (Urteil v. 05.10.2010 – 312 O 354/10) lag folgender Sachverhalt zugrunde:

Die Antragstellerin bietet mobile Dienstleistungen auf dem Gebiet Schönheitspflege und Kosmetika an.

Die Antragsgegnerin betreibt in derselben Stadt einen Schönheitssalon und bietet vergleichbare Dienste an.

Auf der Internetseite der Antragsgegnerin gab diese lediglich den Firmennamen ohne Namen des Inhabers und Diensteanbieters an.

Die Antragstellerin mahnte dies als Verstoß gegen § 5 TMG ab und erwirkte in der Folge, nachdem die Antragsgegnerin zwar die Webseite vom Netz nahm, aber die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung verweigerte, eine auf Unterlassung gerichtete einstweilige Verfügung gegen diese.

Die Antragsgegnerin legte dagegen Widerspruch ein und beantragte, die einstweilige Verfügung aufzuheben.

Zur Begründung führte sie u.a. aus, sie hafte nicht für den behaupteten Rechtsverstoß, da sie mit der Internetseite nichts zu tun habe und keinen Einfluss auf die Gestaltung und den Inhalt der Seite habe. Die Internetseite sei von einer Mitarbeiterin ohne ihre Kenntnis ins Netz gestellt worden ...

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