Handy, iPad, Diktiergerät – was geht am Steuer eines PKW?

Den meisten dürfte es bekannt sein: Das Telefonieren mit einem Handy am Steuer eines Pkw bringt Ärger mit der Polizei. Aber was ist mit den anderen Funktionen? Was ist mit einem iPad oder einem Diktiergerät?

Die Rechtsprechung ist im Hinblick auf die Zusatzfunktionen eines Handys eindeutig. Egal was man mit dem Handy macht, § 23 Abs. 1a StVO schiebt jeglichen Aktivitäten einen Riegel vor. Es ist egal, ob das Handy als Diktiergerät benutzt wird, ob man sich E-Mails runter lädt oder ob das Navigationssystem des Handys betrieben wird. Sobald man das Handy hierzu in die Hand nehmen muss, ist dies im Straßenverkehr bei im Betrieb befindlichen Fahrzeug verboten.

Da die gesetzliche Regelung jedoch eindeutig von einem Mobil- oder Autotelefon spricht, ist ebenfalls relativ eindeutig, dass andere Geräte nicht von dieser Vorschrift erfasst sind. Grundsätzlich ist daher das Diktieren in ein Diktiergerät wohl nicht verboten. Im Einzelfall kann jedoch auch Benutzung eines Diktiergerätes oder eines anderen Gegenstandes gefährlich sein, so dass sich bei einem Unfall die Benutzung im Hinblick auf die Haftung negativ auswirken kann.

Spannend wird die Sache jedoch, wer in Gegenstände betroffen sind, die zwar keine Mobiltelefone jedoch trotzdem zur mobilen Kommunikation geeignet sind. Dies betrifft beispielsweise Laptops mit einem UMTS Stick oder eben das iPad. Der Kollege Burhoff läßt hier anklingen, dass auch die Nutzung eines iPads wohl unter die Verbotsnorm des § 23 Abs. 1a StVO fallen dürfte, da die Rechtsprechung in der Vergangenheit so ziemlich alles unter dieser Norm eingeordnet hat, was auch nur im entferntesten mit mobiler Kommunikation zu tun hatte ...

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