Kritik an FSK-Freigaben: Eine Geschichte voller Missverständnisse

Die Medienschelte für die Freigabepraxis der FSK reisst nicht ab. Kern des Vorwurfs: Die FSK bewerte zu großzügig, gebe damit Inhalte für zu junge Altersstufen frei und lasse sich durch Manipulationsspielchen der Filmindustrie an der Nase herumführen. Ausgelöst durch einen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) vom 3.10. hat sich mittlerweile auch Familienministerin Schröder in die Debatte eingeschaltet und sich der Kritik in Teilen angeschlossen.

Heute setzt die FAS nach und dokumentiert die Reaktionen ihrer Leser (leider nicht in der frei zugänglichen Online-Ausgabe). Die Leserbriefe offenbaren aber grundsätzliche Mißverständnisse über Zweck und Funktion der freiwilligen Selbstkontrolle im System des deutschen Jugendschutzes – die sich ohne Weiteres auch auf das Prüf- und Freigabeverfahren der USK für Computerspiele übertragen lassen.

Unverkennbar schwingt die Empörung mit, wenn sich Eltern etwa wie folgt äußern:

Leider taugt die FSK nicht als verlässlicher Ratgeber für verantwortungsvolle Eltern

Diesen Film für zwölfjährige Kinder zu empfehlen ist meines Erachtens ein Unding

Für unser Land wünsche ich mir, dass die Entscheidungen der Bewerter nicht von deren “Bauchgefühl” abhängig sind, sondern anhand eines Kriterienkatalogs durchgeführt werden.

Dazu muß zweierlei angemerkt werden:

Die Einrichtungen der Selbstkontrolle sprechen keine pädagogischen Empfehlungen aus ...

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