Magister Legum Europae (MLE)

Das von der Juristischen Fakultät der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover angebotene dreisemestrige Ergänzungsstudium „Europäische Rechtspraxis“ für Vorgraduierte (ELPIS I) und sein Abschluss mit dem Magister Legum Europae dienen nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Hannover nicht dazu, den Zugang zu einem juristischen Beruf zu eröffnen.

Die Juristische Fakultät der Universität Hannover bietet für nicht graduierte Studierende im Rahmen der Hochschulkooperation ELPIS I (European Legal Practice Integrated Studies) den dreisemestrigen Ergänzungsstudiengang Europäische Rechtspraxis an. Der Studiengang vermittelt Einblicke in das Recht mehrerer europäischer Rechtsordnungen sowie in das Europarecht und soll die Studierenden durch ein integriertes Auslandsstudium von einem Jahr auf eine länderübergreifende juristische Berufspraxis vorbereiten. Das Studium setzt ein ordnungsgemäß abgeschlossenes Grundstudium der Rechtswissenschaften von mindestens zwei Jahren an der Universität eines Landes der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Freihandelsassoziation voraus und schließt mit dem akademischen Grad Magister legum Europae (MLE) ab.

In dem jetzt vom Verwaltungsgericht Hannover entschiedenen Fall legte die Klägerin als Studierende der Europäischen Rechtspraxis zum Ende des Sommersemesters 2008 ihre Magisterarbeit vor. Diese wurde von dem Erstgutachter und der Zweitgutachterin übereinstimmend mit der Note „ungenügend“ bewertet. Den Antrag der Klägerin, sie zu einer Wiederholung der Magisterarbeit für die Prüfung im Ergänzungsstudiengang Europäische Rechtspraxis zuzulassen, hat die Universität mit formlosem Bescheid des Dekans der Juristischen Fakultät vom 13. Juli 2009 abgelehnt, weil die Prüfungsordnung des Ergänzungsstudiengangs Europäische Rechtspraxis eine Prüfungswiederholung im Fall der Bewertung der Magisterarbeit mit der Note „ungenügend“ ausschließe ...

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