Bundeswehr scheitert mit Bagatellkündigung

Arbeitsrecht

Wer meint, Bagatellkündigungen seien ein reines „Instrument“ privater Arbeitgeber, mit welchem sich diese unliebsamer Arbeitnehmer entledigten, irrt.

Das Verwaltungsgericht Koblenz (Urteil v. 28.09.2010, Az. 2 K 339/10.KO) hatte darüber zu entscheiden, ob ein vermeintlich unbezahltes Mittagsessen im Wert von 2,70 EUR einen hinreichenden Kündigungsgrund darstellt und verneinte dies.

Dem Kläger, einem Zeitsoldat, wurde durch seinen Arbeitgeber, die Bundeswehr, vorgeworfen, in der Truppenküche seiner Kaserne ein Mittagessen im Wert von 2,70 EUR nicht bezahlt zu haben. Der Kläger bestritt die Vorwürfe zwar, die Bundeswehr kündigte dem Kläger dennoch fristlos. Nach Ansicht der Bundeswehr habe der Kläger das Vertrauen seines Dienstherren missbraucht, außerdem bestehe eine Nachahmungsgefahr durch andere Soldaten.

Nach erfolglosem Widerspruch gegen seine Entlassung erhob der Kläger Klage beim Verwaltungsgericht.

Das Verwaltungsgericht Koblenz gab der Klage des Soldaten statt und hob die fristlose Entlassung auf. Nach Ansicht des Gerichts sei weder die militärische Ordnung noch das Ansehen der Bundeswehr ernstlich gefährdet ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK