5 Jahre Jugendstrafe für einen ohne Not gestandenen versuchten Mord

Zu insgesamt 5 Jahren Jugendstrafe wegen versuchten Mordes hat die Jugendkammer des Würzburger Landgerichts einen 16-Jährigen aus Kitzingen verurteilt. Das Ungewöhnliche an dem Fall: Hätte der Jugendliche sich nicht selbst der Tat bezichtigt, wäre es nicht zu Ermittlungen gekommen. In das Strafmaß einbezogen wurde eine Verurteilung zu 2 Jahren und 4 Monaten Jugendstrafe wegen der Beteiligung des Angeklagten an einer Einbruchsserie.

Die Einbrüche waren auch der Ausgangspunkt für das Verfahren vor der Großen Jugendkammer. Denn der bis dahin beste Freund des Angeklagten, mit dem er mehrfach auf Diebestour war, hatte den 16-Jährigen bei der Polizei angeschwärzt. Und dafür wollte sich der Jugendliche, der bei der Polizei seit längerem als so genannter „Intensivtäter“ geführt wird, am Abend des 3. Februar rächen. „Ich steche ihn ab“, kündigte er vor mehreren Kumpels an und besorgte sich ein Küchenmesser mit 20 Zentimeter Klingenlänge.

Das Messer trug er in der Hosentasche, als er mit seinem Freund durch Kitzingen lief. Dabei beschädigte der andere Jugendliche einen Zaun, was die Polizei auf den Plan rief. Und gerade in dem Augenblick, als der Angeklagte mit erhobenem Messer hinter seinem ahnungslosen Kumpel stand und heimtückisch zustechen wollte, kam eine Polizeistreife vorbei. So hat es der 16-Jährige zumindest in seinen Vernehmungen bei der Polizei und bei der Ermittlungsrichterin immer wieder erzählt.

Vor der Festnahme wegen der Sachbeschädigung gelang es ihm, das Messer wieder in der Hosentasche verschwinden zu lassen ...

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