Polizeiliche Dauerüberwachung statt Sicherungsverwahrung

Das Verwaltungsgericht des Saarlandes hat den Antrag eines aus der Sicherungsverwahrung Entlassenen auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zurückgewiesen, mit der er das Ziel verfolgte, seine polizeiliche Überwachung vorläufig bis zu einer Entscheidung in dem beim Verwaltungsgericht anhängigen Klageverfahren einzustellen.

Gegen den Antragsteller war mit Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom 17.09.2009 nachträglich Sicherungsverwahrung angeordnet worden. Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 12.05.2010 die Sicherungsverwahrung aufgrund der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 17.12.2009 aufgehoben. Seit seiner Entlassung befindet sich der Antragsteller auf freiem Fuß unter polizeilicher Dauerbeobachtung.

Nach Auffassung der saarländischen Verwaltungsgerichts sind die Erfolgsaussichten der Klage gegen die Observation, die einen gravierenden Grundrechtseingriff darstelle, offen, da sich hinsichtlich der für diese polizeiliche Maßnahme in Betracht zu ziehenden Rechtsgrundlagen schwierige verfassungsrechtliche Fragen ergäben, deren Klärung im Hauptsacheverfahren zu erfolgen habe ...

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