Gierige Anwälte

Manchmal vertrete ich auch Kollegen bei der Durchsetzung ihrer anwaltlichen Vergütungsansprüche:

Ein Mann sucht einen Anwalt auf und breitet einen umfangreichen Rechtsstreit aus. Seit 1993 befindet er sich als Mitglied einer größeren Grundstücks-GbR in zahllosen Rechtsstreitigkeiten mit den anderen Mitgliedern der GbR. Gerade eben hat er wieder einen Prozess gegen die anderen Mitglieder um angebliche Aufwendungen, die er für die Grundstücke der GbR gemacht haben soll, in Höhe von rund 780.000 Euro verloren. Der Kollege soll das Berufungsverfahren übernehmen.

Man einigt sich auf ein Pauschalhonorar für die Tätigkeit des Anwalts von rund 22.500 Euro, der Mandant zahlt 3.500 Euro an.

Das Oberlandesgericht führt aber zunächst statt des erwarteten Berufungsverfahrens eine gerichtliche Mediation durch. Der Anwalt arbeitet sich in den komplexen Sachverhalt ein, wälzt die zahlreichen Prozessordner, gestaltet den Mediationsprozess mit. Das seit 17 Jahren unmöglich scheinende gelingt: im Rahmen der gerichtlichen Mediation vor dem Oberlandesgericht s...

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Veröffentlicht im Blog Rechtsanwalt Hänsch, Dresden.
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