Kindergeld für die Friseurassistentin

Kindergeld steht den Eltern für volljährige Kinder, die sich in der Berufsausbildung befinden, auch dann zu, wenn es sich nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf handelt. Eine für die Gewährung von Kindergeld notwendige Berufsausbildung liegt nach einem Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz daher auch dann vor, wenn das Kind als „Friseurassistentin” beschäftigt wird.

In dem vom Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschiedenen Verfahren schloss die Tochter des Klägers am 14. Juli 2007 mit dem Inhaber eines Friseursalons in Rheinland-Pfalz einen Arbeitsvertrag ab, nach dessen Inhalt sie als „Friseurassistentin” mit einer Vergütung von zunächst 250.- € monatlich beschäftigt wurde. Auf Anfrage der Familienkasse teilte die Mutter unter anderem mit, dass die Ausbildung der Tochter vom 15. Juli 2007 bis zum 15. Juli 2009 laufe. Auf ihrer Lohnabrechnung sei ihr Verdienst als Ausbildungsvergütung bezeichnet. Im Jahre 2009 teilte die Familienkasse dem Kläger mit, dass die Tochter nach ihren Ermittlungen bei der Handwerkskammer nicht als Auszubildende des Friseursalons gemeldet sei. Man gehe davon aus, dass die Tochter nur ein Beschäftigungsverhältnis gehabt und keine Berufsausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes absolviert habe. Kindergeld könne aber nur für Kinder gezahlt werden, die in einem anerkannten Ausbildungsberuf und nach der maßgeblichen Ausbildungsordnung ausgebildet würden. Dem trat der Kläger mit dem Hinweis entgegen, seine Tochter werde „intern” ausgebildet und legte den Ausbildungsvertrag vom 14. Juli 2007 vor, in dem T als Auszubildende bezeichnet wurde. Des Weiteren wurde festgehalten, dass T nach den Richtlinien der Ausbildungsverordnung der Friseure ausgebildet werde ...

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