OLG München: Kein Schmerzensgeld bei Behandlung mit Anti-Falten-Injektionen

Das OLG München hat entschieden (Urt. v. 08.07.2010 - Az.: 1 U 2779/09), dass eine Patientin keinen Schmerzensgeldanspruch wegen Folgeschäden gegen die Anbieterin von Antifalteninjektionen geltend machen könne. Dies gelte auch dann, wenn in Werbeflyern nicht ausreichend auf Nebenwirkungen hingewiesen worden ist.

Die Beklagte vertrieb ein Produkt zur Behandlung von Faltenbildungen, das ausschließlich an Ärzte veräußert wurde. Der dem Produkt beigefügte Beipackzettel enthielt unter anderem folgende Warnhinweise:

"- Auftreten von entzündlichen Reaktionen, eventuell auch mit Hautjucken und Druckschmerzen… Es wurde über einige Fälle entzündlicher Granulome berichtet....."

Die Beklagte bewarb das Produkt des Weiteren mit Flyern, denen keine Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen zu entnehmen waren.

Die Klägerin litt nach einer von einem Arzt vorgenommenen Behandlung mit den Injektionen dauerhaft unter Narbenbildungen und Fremdkörpergranulomen.

Sie begehrte daher auf dem gerichtlichen Weg den Ersatz von Schmerzensgeld.

Nach ihrer Ansicht seien die Produktinformationen nicht ausreichend gewesen ...

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