Freispruch für Ex-Polizisten: "Die Justiz wurde zu seinem Gegner"

Mit einem Freispruch für den Angeklagten und der Anordnung von Haftentschädigung endete ein Prozess gegen einen ehemaligen Polizisten, der nach Auffassung der Staatsanwaltschaft der Würzburger Justiz einen Amoklauf angedroht hat. Die 1. Strafkammer des Würzburger Landgerichts war anderer Auffassung und sprach den 41-Jährigen vom Verdacht der "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat" frei.

Im Juni 2009 klickten auf der Zielgeraden eines Halbmarathons die Handschellen: Der Angeklagte wurde von einem ehemaligen Kollegen erkannt und festgenommen. Gesucht wurde er, weil die Würzburger Staatsanwaltschaft seine Äußerungen in zwei Schreiben an das bayerische Justizministerium und die Zivilabteilung des Würzburger Landgerichts als ernsthafte Drohung mit einem Amoklauf wertete.

Schon vor dem Prozess wurde der Haftbefehl gegen den 41-Jährigen außer Vollzug gesetzt. Und nach sieben Verhandlungstagen folgte die Strafkammer dem Antrag der Verteidigung: Die Richter waren nicht davon überzeugt, dass der Ex-Polizist einen Amoklauf androhen wollte ...

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