Wer meine Kopien haben möchte, bekommt sie per Fax

Der Kollege Johannes fragt sich, ob er einen Knall hat. Denn er wird von einem Gericht gebeten, die in einem Strafverfahren gefertigten Kopien vorzulegen, damit deren Notwendigkeit überprüft werden könne. Ja, mir ist das auch schon passiert und nein, wir haben beide keinen Knall. Ich habe in beiden Fällen die Akte, die sich eingescannt bei mir auf dem Rechner befindet, per Fax dem Gericht übersendet. Die Kopie kosten wurden dann übrigens anstandslos bezahlt. In dem einen Fall hat aber das Gericht den Vogel abgeschossen. Denn etwa zwei Wochen nachdem ich die Akte (es waren meine ich um die 600 Seiten) dem Gericht per Fax übersendet hatte, bekam ich von selbigem einen dicken Brief. Innenliegend die 600 Seiten Fax mit dem Anschreiben, "anbei übersende wir Ihnen, die uns überlassenen Kopie zurück." Auch nicht schlecht, so wird man sein Altpapier los, was man selbst produziert hat. In einem anderen Fall hatte ich auf Bitten einer netten Geschäftsstellen Dame, die mich ganz verzweifelt anrief, die Faxübersendung abgebrochen. Der Rechtspflegerin hatte ich dann in einem gesonderten Anschreiben angeboten, die restlichen fertigten Kopien in meinem Büro einzusehen. Was naturgemäß nicht passierte, da das Gericht fast 500km weit weg war. Die Auslagen wurden dennoch erstattet. Die Rechtsprechung zu diesem Thema ist eigentlich klar und bedarf nicht immer wieder ausgeweitet zu werden, manchmal sind aber oberschlaue Rechtspfleger dabei, die meinen nun mal den Larry raushängen lassen zu müssen. Wer also die Akte haben möchte, bekommt sie. Ich renne dafür aber nicht zur Post, das macht dann mein Fax. Und wer sie im Büro einsehen möchte, kann auch das tun.


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