Der Maklervertrag

Nach dem Gesetzteswortlaut scheint die Angelegenheit klar zu sein. In § 652 Absatz 1 BGB heißt es: „Wer für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages oder für die Vermittlung eines Vertrages einen Mäklerlohn verspricht, ist zur Entrichtung des Lohnes nur verpflichtet, wenn der Vertrag infolge es Nachweises oder infolge der Vermittlung des Mäklers zustande kommt“. Jemand – nämlich der Auftraggeber - muss einem Anderen –nämlich dem Makler - zunächst einen Maklerlohn versprechen. Der Auftraggeber muss also mit dem Makler einen Vertrag schließen. Relativ klar ist die Angelegenheit, wenn beide einen schriftlichen Vertrag schließen. Etwa einen Makler-Allein-Auftrag. Allerdings können Maklerverträge in der Regel auch formlos geschlossen werden. Hier wird die Sache nun schwierig: reicht es zum Vertragsschluss, dass der Maklerkunde sich die Leistungen eines Maklers gefallen lässt oder dass er Maklerleistungen nur schlicht entgegennimmt? Nein, sagt die Rechtssprechung! Das schlichte "sich gefallen lassen" von Maklerleistungen ist regelmäßig nicht ausreichend. Erforderlich ist zumindest, dass Maklerdienste entgegengenommen werden und der Interessent weiß oder wissen muss, dass der Makler hierfür von ihm bei Abschluss des beabsichtigten Hauptvertrages eine Vergütung verlangen wird (OLG Stuttgart, 23.12.2009, Az: 3 U 126/09, BGH NJW 1984, 232). Wer sich an einen Makler wendet, der mit „Angeboten“ werbend im geschäftlichen Verkehr auftritt, erklärt damit noch nicht schlüssig seine Bereitschaft zur Zahlung einer Maklerprovision für den Fall, dass später ein Vertrag über das angebotene Objekt zu Stande kommt ...Zum vollständigen Artikel


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