Der Richter und sein Zeuge aus der Pfalz - Beweiswürdigung als Frusttherapie ;-)

In eine Weltgegend versetzt zu werden, deren Bewohner eine völlig andere Gemütsart haben als der Versetzte selbst kann schwer auf der Seele lasten. Der Druck bahnt sich dann seinen Weg und platzt manchmal eruptiv aus dem Betroffenen heraus. Welche Qualen muss der Richter erlitten haben, der die Aussage eines Pfälzers wie folgt würdigte: (...) Dies sind jedoch nicht die einzigen Bedenken, die man gegen den Zeugen ... haben muß. Er gab sich zwar betont zurückhaltend, schien bei jeder Frage sorgfältig seine Antwort zu überlegen und vermied es geradezu betont, Belastungstendenzen gegen den Angekl. hervortreten zu lassen, indem er in nebensächlichen Einzelheiten Konzilianz ja geradezu Elastizität demonstrierte, im entscheidenden Punkt, der - für ihn vorteilhaften - angeblichen mündlichen Genehmigung des beantragten Urlaubs aber stur blieb wie ein Panzer. Man darf sich hier aber nicht täuschen lassen. Es handelt sich hier um eine Erscheinung, die speziell für den vorderpfälzischen Raum typisch und häufig ist, allerdings bedarf es spezieller landes- und volkskundlicher Erfahrung, um das zu erkennen - Stammesfremde vermögen das zumeist nur, wenn sie seit längerem in unserer Region heimisch sind. Es sind Menschen von, wie man meinen könnte, heiterer Gemütsart und jovialen Umgangsformen, dabei jedoch mit einer geradezu extremen Antriebsarmut, deren chronischer Unfleiß sich naturgemäß erschwerend auf ihr berufliches Fortkommen auswirkt ...Zum vollständigen Artikel


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