Unfall beim Wenden

Führt ein Autofahrer ein Wendemanöver durch und kommt es deshalb mit einem von hinten kommenden PKW, der den Wendenden links überholen wollte, zu einem Zusammenstoss, spricht der erste Anschein dafür, dass der wendende Autofahrer den Unfall verschuldet hat.

In einem vom Amtsgericht München entschiedenen Rechtsstreit fuhr ein Audi-Fahrer an einem Vormittag im Februar 2009 die Lilienthalallee in München entlang. Er wurde langsamer und entschloss sich, an einer Kreuzung zu wenden. In diesem Moment setzte ein Peugeot-Fahrer, der sich ihm von hinten näherte, an, ihn links zu überholen. Dadurch kam es zum Zusammenstoß. Bei diesem Unfall wurde der Audi an der linken Seite beschädigt. Der linke vordere Kotflügel, die linke vordere Tür und das hintere linke Seitenteil wurden gestaucht und verschrammt, die Stoßleiste beschädigt. Insgesamt entstand ein Schaden von etwas über 6000 €.

Davon wollte der Audi-Fahrer zumindest die Hälfte von dem Peugeot-Fahrer erstattet haben. Schließlich sei er ihm hinein gefahren. Dieser weigerte sich jedoch zu zahlen, schließlich könne er nichts für das Wendemanöver des Audi-Fahrers. Die daraufhin von dem Audi-Fahrer erhobene Klage wies das Amtsgericht München ab:

Ereigne sich ein Unfall in einem unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit einem Wendemanöver spreche der Beweis des ersten Anscheins für ein Verschulden des Wendenden. Schließlich müsse sich jeder Verkehrsteilnehmer bei einem Wendemanöver nach der Straßenverkehrsordnung so verhalten, dass er keinem anderen schade ...

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