Die fiktive Zurechnung von Endvermögen

In der täglichen Beratungspraxis kommt es immer wieder vor, dass ein Ehepartner bei der Scheidung sagt: „Mein Vermögen? Das ist nicht mehr da!“ Hier stellt sich die Frage, wie sich das im Falle der Scheidung auswirkt.

Ohne abweichende notarielle Vereinbarung, durch die z.B. für die Ehe eine Gütertrennung vereinbart wurde, gilt für die Ehe eine sog. „Zugewinngemeinschaft“, d. h. jeder Ehepartner behält grundsätzlich sein Vermögen, das er bei der Hochzeit hatte, für sich und kann während der Ehe eigenes Vermögen dazu erwerben.

Hat beispielsweise der Mann bei der Eheschließung einen Porsche und kauft sich während der Ehe noch ein Segelboot, gehört ihm beides ganz alleine.

Ein Ausgleich erfolgt erst, wenn die Zugewinngemeinschaft endet. Bei der Scheidung wird also geprüft, wie sich das jeweilige Vermögen der beiden Partner während der Ehe entwickelt hat. Entscheidend für die Ermittlung des Endvermögens ist der Tag, an dem der Antrag auf Ehescheidung zugestellt wurde ...

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